Glücksspielsucht ist in Deutschland eine anerkannte Erkrankung, die jährlich zehntausende Menschen betrifft. Nach Schätzungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigen etwa 1,3 Prozent der Bevölkerung im Alter von 16 bis 65 Jahren ein problematisches oder pathologisches Spielverhalten. Das entspricht rund 700.000 Betroffenen. Hinzu kommen mehrere Millionen Menschen mit riskantem Spielverhalten, die noch keine behandlungsbedürftige Störung entwickelt haben, aber gefährdet sind. Wer merkt, dass die Kontrolle über Einsätze, Spielzeit oder Geldverlust abhandenkommt, findet in Deutschland ein dichtes Netz aus spezialisierten Beratungsstellen. Weitere Informationen finden Sie unter wero online casino.
Diese Einrichtungen arbeiten in der Regel kostenlos, anonym und auf Wunsch auch ohne Kenntnis von Angehörigen. Die Finanzierung erfolgt überwiegend über Länder, Kommunen und Suchthilfeträger. Eine Überweisung durch einen Arzt ist nicht erforderlich – der Erstkontakt kann telefonisch, per E-Mail oder persönlich erfolgen.
Welche Beratungsstellen es in Deutschland gibt
Die Suchthilfe in Deutschland ist föderal organisiert. In fast jeder größeren Stadt existiert mindestens eine Suchtberatungsstelle, die auch Glücksspielsucht abdeckt. Träger sind häufig die Diakonie, die Caritas, der Deutsche Caritasverband, die Arbeiterwohlfahrt oder kommunale Gesundheitsämter. Ergänzt wird dieses Angebot durch spezialisierte Glücksspielambulanzen, die meist an psychiatrische Kliniken oder Universitätskliniken angeschlossen sind.
Ein wichtiger bundesweiter Anlaufpunkt ist die BZgA-Hotline unter 0800 1 37 27 00. Sie ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar. Die Beraterinnen und Berater sind speziell für Glücksspielprobleme geschult und vermitteln bei Bedarf direkt an eine regionale Stelle weiter.
Zusätzlich betreiben viele Landesstellen eigene Beratungstelefone. In Nordrhein-Westfalen etwa die Landesfachstelle Glücksspielsucht, in Bayern die Landesstelle Glücksspielsucht. Auch die gesetzlich vorgeschriebenen Sozialkonzepte der Spielbanken und privaten Anbieter verweisen auf externe Hilfen. Wichtig zu wissen: Seriöse Anbieter mit deutscher Erlaubnis stellen solche Verweise bereit – ein Merkmal, das bei nicht regulierten Portalen meist fehlt.
| Anlaufstelle | Erreichbarkeit | Kosten |
|---|---|---|
| BZgA-Hotline | 0800 1 37 27 00, 24/7 | kostenlos |
| Kommunale Suchtberatung | vor Ort, nach Termin | kostenlos |
| Glücksspielambulanz | Klinik, Überweisung hilfreich | Kasse/teilweise kostenlos |
| Online-Beratung | Chat und E-Mail | kostenlos |
Ablauf einer Beratung und mögliche Behandlungen
Der erste Termin dient dem Kennenlernen und der Einschätzung der Situation. Die Beratenden erfassen Spielverhalten, finanzielle Lage, psychische Belastung und soziales Umfeld. Auf dieser Basis wird ein individueller Hilfeplan erstellt. Häufig gehören dazu Schuldenberatung, Kontakt zu Angehörigengruppen und die Einrichtung einer Selbstsperre bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).
Reicht die ambulante Beratung nicht aus, kann eine Psychotherapie oder eine stationäre Entwöhnung folgen. Die Kosten übernimmt in der Regel die gesetzliche Krankenversicherung. Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen liegt die Rückfallquote nach abgeschlossener Behandlung bei etwa 40 bis 50 Prozent innerhalb eines Jahres – ein Wert, der zeigt, wie wichtig frühzeitige und kontinuierliche Unterstützung ist.
Viele Beratungsstellen bieten auch Gruppenangebote, Angehörigenseminare und Online-Sprechstunden an. Letztere haben seit einigen Jahren deutlich zugenommen und senken die Hemmschwelle, besonders für Menschen, die ihren Wohnort nicht verlassen möchten.
Wer den Verdacht hat, selbst betroffen zu sein, sollte nicht warten, bis finanzielle oder familiäre Schäden eintreten. Ein anonymer Anruf bei einer Beratungsstelle ist unverbindlich und liefert erste Orientierung. Weitere Informationen und regionale Adressen findest du bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

